Hunger Games zum Tor der Welt

Ein Zeitreisebericht aus dem BSZ Grimma vom 17. bis 18. April 2019

In unserer Welt regiert eine Schicht der Reichen, die sich weitestgehend von dem Rest der Bevölkerung abgeschottet haben. Sie leben ein Luxusdasein innerhalb eingemauerter und militärisch geschützter Villenviertel und in Raumstationen, die sie in SpaceY-Schiffen erreichen.

Sie können sich je nach Interesse in Schulen und Universitäten weiterbilden und mit QR-Codes am Handgelenk zahlen. Ein „Gesundheitssarg“ befreit sie bei Bedarf von Krankheiten, sie werden von Robotern bedient und können sich über 3D-Drucker mit den besten Lebensmitteln ernähren. 

Die mehrheitlich abgehängte Schicht wohnt außerhalb der Mauern und schuftet für die „Oberen Zehntausend“. Sie zahlen Geld oder Abgaben an die Reichen und haben keine Möglichkeit sich zu bilden und können auf keinerlei geregelte Gesundheitsversorgung zurückgreifen. Regelmäßig stattfindende „Hunger Games“, gladiatorenähnliche Kämpfe, wie sie schon in der Antike die Massen begeisterten, bieten die einzige Möglichkeit aufzusteigen. 

Diese sind für viele Menschen aus der unteren Schicht Motivation genug, allein auf Kampfsport zu setzen und sich an den für diese Spiele erlaubten Waffen ausbilden zu lassen. Für Kinder und Teenager zieren die Porträts der Sieger dieser „Hunger Games“ die Zimmerwände und Displays. Da die abgehängte Schicht so sehr mit der alltäglichen Existenzsicherung zu kämpfen hat und von der Geheimpolizei umfassend überwacht wird, denkt kaum jemand an Revolte.